Herbsteindrücke

Nebelverhangene Straße mit Einfamilienhäusern
Foto: Katy Buchholz

 

Nebelwand - gebannt schau ich hindurch.

Was lässt mich innehalten, Neugierde oder Furcht?

 

Umrisse - ich vermisse klare Sicht.

Eingehüllt im Dunst seh ich ein geheimnisvolles Gesicht.

 

Geräusche - sind sie nah oder fern?

Woher sie kommen, das wüsste ich jetzt gern.

 

Gänsehaut - läuft mir den Rücken hinab.

Angst lähmt meine Glieder und die Luft wird mir knapp.

 

Phantasie - Bilder im Kopf entstehen.

Stopp! So kann es nicht weiter gehen!

 

Mutig - Schritt für Schritt.

Trotz Unsicherheit kommen die Beine mit.

 

Erleichterung - endlich klare Sicht.

Als uralte Eiche entpuppen sich Geräusche und geheimnisvolles Gesicht.

©Katy Buchholz


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Kommentare: 4
  • #1

    Elfride (Mittwoch, 22 April 2015 17:31)

    Ein wundervolles Gedicht, liebe Katy.

  • #2

    Daniela M. (Montag, 14 März 2016 12:30)

    Hallo liebe Katy, das hast du schön geschrieben. :-)

  • #3

    Werner Thieke (Montag, 03 Oktober 2016 14:17)

    Liebe Katy,
    das ist wirklich eine tolle Herbst Inspiration und wenn du magst ist hier eine Herbst Lyrik aus meiner Feder. Ich hoffe sie gefällt dir und wenn du möchtest, kannst du sie auf deiner Homepage als Gast Gedicht veröffentlichen. Mehr Lyrik Titel findest du auf meiner HP.

    Der Baum

    Drunten vom Tal kannst du ihn sehen,
    im alten Holz tut er dort stehen.
    Tief verwurzelt ganz nah am Hang,
    und das schon vierhundert Jahre lang.
    Mit aufrechter Krone blickt er ins Tal,
    kein Wetter wird ihm je zur Qual.
    Durch sein Geäst das stark verzweigt,
    langsam der feuchte Herbstnebel steigt.
    Sein Stamm ist fest ihm wird nicht bang,
    so steht er noch einmal vierhundert Jahre lang.

  • #4

    Katy (Montag, 03 Oktober 2016 14:27)

    Lieber Werner,
    ich freue mich über das Lob.
    Dein Gedicht ist sehr auch schön. Herzlichen Dank :0)