Woher nimmst du deine Ideen?

Ich wurde schon oft gefragt, woher ich meine vielen Ideen nehme. Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Sie überfallen mich meistens von einer Sekunde auf die andere. Dagegen bin ich völlig machtlos. Wie so oft bringen diese spontanen Einfälle nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich.

Viele Ideen bedeuten für mich, dass ich mich in unterschiedlichen Rubriken kreativ austoben kann. Leider musste ich oft feststellen, dass mir diese im Weg standen, wenn ich mich für eine einzige Sache entscheiden sollte. Gedanken wie: Nehme ich dies? Oder das? Aber jenes ist auch nicht schlecht ..., geht mir dann durch den Kopf.

Um der Sache Herr zu werden, lege ich mir auf meinem Computer Ordner, wie:

 

  • Gedichte
  • Kurzgeschichten
  • Krimis
  • Rezepte für verschieden Einkochbüche
  • Beiträge für Blogartikel
Computer der Delmenhorster Schriftstellerin Katy Buchholz
Foto: Katy Buchholz

... mit dementsprechenden Unterordnern usw, ... usw, ... an.

Da ich nicht zu denjenigen gehöre, die ihren Laptop überall mithin schleppen, brauche ich für unterwegs eine Alternative. Ein Tablet besitze ich nicht, dafür ein Handy. Ehe ich aber dort alles mühevoll eingetippt habe, ist meine Idee weg oder mir ein Bart gewachsen. Deshalb benutze ich es nur zum Anrufen bei Terminen außer Haus.

Notizblock und Stift der Delmenhorster Schriftstellerin Katy Buchholz
Foto: Katy Buchholz

 

 

Ich liebe es, meine Gedanken einfach und unkompliziert festzuhalten. Ohne technischen Schnickschnack! Was bleibt dann noch übrig? Richtig, die altbewährte Methode  ̶  Blog und Stift. Beides gehört zu Standardausrüstung meiner Handtasche.

 


 

Natürlich halten sich spontane Eingebungen nicht an Tageszeiten. Es kommt vor, dass ich mich gerade gemütlich unter die Bettdecke gekuschelt habe und mich dann eine neue Idee anspring. Oder mir fällt eine Ergänzung zu einem Thema ein, an dem ich gerade arbeite. Um diesen Gedanken festzuhalten  ̶  ohne den Computer im Fünfminutentakt hoch und runter zu fahren  ̶  habe ich mir angewöhnt Papier und Stift als Dauerdekoration auf meinem Nachtschank zu akzeptieren.

Notizblock und Stift der Delmenhorster Schriftstellerin Katy Buchholz
Foto: Katy Buchholz


Ein neues Ideenbaby ist geboren. Und was jetzt?

Jetzt wird es in regelmäßigen, manchmal auch in unregelmäßigen, Abständen gefüttert, bis es reif genug ist, die Welt zu erobern. Bei einigen Projekten geht es schnell. Andere hingegen können bis zu drei oder vier Jahre dauern.

© Katy Buchholz

 

Wie sieht es mit Ihrer Kreativität aus? Und wie handhaben Sie Ihre spontanen Einfälle?

Ich bin wie immer sehr gespannt auf Ihre Antworten.


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Kommentare: 4
  • #1

    Werner Thieke (Sonntag, 17 April 2016 00:31)

    Du hast recht, liebe Katy, Ideen kommen und gehen schneller als einem manchmal lieb ist. Für solche Fälle trage ich ein digitales Diktiergerät mit mir herum, da ich mich am Tage im Geschäft aufhalte und mein Latop stetig auf on ist, bin ich für Ideenüberfälle gut gerüstet. Nachts versuche ich einfach nur abzuschalten, wegen einer Idee aufzustehen, bin ich ehrlich gesagt zu faul. Einem besonderen Stress unterliege ich eh nicht, da ich nur schreibe wenn ich Lust dazu verspüre.
    Liebe Grüße Werner

  • #2

    Katy (Sonntag, 17 April 2016 08:45)

    Lieber Werner,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Die Idee ein Diktiergerät zu benutzen finde ich super.
    Auch ich habe schon versucht, nachts einen Ideenüberfall zu ignorieren. Ohne Erfolg! Entweder, weil ich nicht einschlafen konnte und ihn letztendlich doch aufgeschrieben habe, oder weil mir die Idee am Morgen nicht mehr eingefallen ist.

  • #3

    Anja S. (Donnerstag, 16 Juni 2016 09:41)

    Hi Katy,
    bei mir sind das Problem auch nicht die Ideen, sondern die Zeit. Im Moment habe ich so viel Inspiration, aber manchmal sind es auch Dinge, die nicht unbedingt zum bisherigen Blogthema passen.
    LG Anja

  • #4

    Katy (Donnerstag, 16 Juni 2016 09:56)

    Hallo Anja,
    das kommt mir ebenfalls sehr bekannt vor. Aber auch hier hat sich für mich die Methode bewährt, alles gleich zu notieren und bei passender Gelegenheit herauszukramen.
    Ich wünsche dir weiterhin viele kreative Ideen.
    Liebe Grüße
    Katy