Vertrauen: ja oder nein?

In meinem Blogartikel Selbstzweifel habe ich Ihnen schon einen Einblick gegeben, wie es manchmal in mir aussieht. Heute möchte ich einen Schritt weitergehen und mich mit dem Thema Vertrauen beschäftigen.

Da ich niemandem auf die Füße treten möchte, werde ich versuchen, so neutral wie möglich über das Thema zu schreiben.

Kinder auf einer Hängebrücke
Foto: Katy Buchholz

Wahre Freunde gibt es nicht wie Sand am Meer,

viele versprechen das Blaue vom Himmel,

aber ihr Herz ist leer. 

 

Wahre Freunde gibt es nicht wie Sand am Meer,

wurdest du erst einmal betrogen,

dann hat es der Nächste schwer.

 

Wahre Freunde gibt es nicht wie Sand am Meer,

sie akzeptieren dich so, wie du bist,

dabei erwarten sie kein bisschen mehr.

 

Wahre Freunde gibt es nicht wie Sand am Meer,

sie gehen mit dir durch dick und dünn,

egal ob der Akku voll ist oder leer.

 

Darum überlege genau und mache dir die Entscheidung schwer.

Wen hältst du auf Abstand und wen lässt du in dein Herz?

Denn du weißt  ̶  wahre Freunde gibt es nicht wie Sand am Meer.

© Katy Buchholz

Gedicht aus dem Buch »Eier von überglücklichen Hühnern«


Ich gebe zu, dass es schwer ist, mein Vertrauen zu gewinnen. Wer es aber ein Mal geschafft hat, kann  mit mir (sprichwörtlich) Pferde stehlen.

 

Woher kommt das tiefe Misstrauen?

Sicher können Sie sich denken, dass ich nicht eines Morgens aufgewacht bin und beschlossen habe, ab sofort Niemandem mehr zu vertrauen. Wie so oft gibt es auch bei mir eine Vorgeschichte.

Wie oft ich enttäuscht wurde, habe ich nicht gezählt. Ich weiß nur, dass es seit meiner Kindheit unzählige Male passierte und mein Vertrauen missbraucht wurde. Immer öfter zog ich mich deshalb in mein Schneckenhaus zurück.

Eines von vielen Beispielen habe ich in einer Kurzgeschichte im Buch »Eier von überglücklichen Hühnern« verarbeitet.

 

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Mein bester Freund heißt Sport.pdf
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Nun kann und will ich nicht zu jedem Vertrauensbruch einer Kurzgeschichte schreiben. Trotzdem mache ich mir meine Gedanken.


Delmenhorster Schriftstellerin Katy Buchholz auf einer Hängebrücke
Foto: Lisa-Sophie Buchholz

 

 

Meine Gedanken,

sie schwanken hin und her.

Ich weiß nicht mehr,

wo mir der Kopf steht.

 Der Wind weht,

 mir ist bang,

 der Weg führt mich am Abgrund entlang.

 Komm ich ihm zu nah,

 lauert die Gefahr!

Egal wo ich geh und steh  ̶  sie ist immer da!

 © Katy Buchholz

Gedicht aus dem Buch »Eier von überglücklichen Hühnern«



Fazit:

Wie mir die jüngsten Ereignisse gezeigt haben, kann ich nicht verhindern, dass mein Vertrauen missbraucht wird. Aber ich muss einen Weg finden, damit umgehen zu können. Um aus meinem Schneckenhaus herauszukriechen, ist das hier ein erster Schritt, indem ich darüber spreche.

© Katy Buchholz


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Kommentare: 2
  • #1

    Solveig (Mittwoch, 15 Juni 2016 06:55)

    Ich kenne dieses Gefühl und du hast es gut beschrieben. Bleib dran, es ist immer gut Probleme aufzuarbeiten. Sobald ich Geld habe, werde ich mir dein Buch kaufen.

  • #2

    Katy (Mittwoch, 15 Juni 2016 09:03)

    Liebe Solveig,
    herzlichen Dank für deine aufmunternden Worte.